Das Jahr 2025

Leben Von Raketenmann
Das Jahr 2025

So hat mein Jahr 2025 damit angefangen, dass ich ein Versprechen nicht eingehalten habe. Eigentlich habe ich mir, nachdem ich meinen Arbeitgeber gewechselt habe und zu OroraTech gegangen bin, vorgenommen, meine Aktivitäten etwas zu reduzieren. Dabei habe ich festgestellt, dass das auch wirklich nötig ist.

Januar

Deshalb habe ich – wenn auch mit schwerem Herzen – den Unterricht an der Franz-Marc-Schule im Gerertsried beendet. Ich hatte den Kindern jedoch versprochen, noch einmal zurückzukommen und gemeinsam eine Wasserrakete zu starten. Dieses Versprechen konnte ich leider nicht halten. Ja, so fängt das neue Jahr an. Nicht gerade positiv und muss ich sagen zurückschauend bin ich für meine tat beschämt. Wer weis wenn ich mein Balance zwischen Arbeit und Raketenmann und Familie endlich finde könnte ich eines Tages noch zum mein Versprechen zurükkommen. Ja das Jahr 2025 war sehr turbulent für mich wie Ihr sehen wird.

Aber gleich zu Beginn des neuen Jahres gab es auch einen sehr schönen Moment bei meiner neuen Arbeit bei OroraTech. Wir haben unseren ersten eigenen Satelliten, FOREST-3 erfolgreich gestartet, und ich durfte den Start gemeinsam mit dem Team in der Firma verfolgen. Außerdem habe ich endlich den bekannten Astronauten und Professor Ulrich Walter persönlich kennengelernt - der fünfte Deutsche Astronaut. Das war ein echtes Highlight für mich. Ich durfte erleben, wie wunderschön es sein kann, mit all den Space Geeks zusammen einen Raketenstart mitzuerleben. Dieser gemeinsame Moment, diese Begeisterung und dieses Staunen – das war wirklich etwas ganz Besonderes.

Februar

Im Februar ist unser Robotik-Kurs mit Flo zu Ende gegangen. Inzwischen sind wir ein fantastisches Team geworden. Wir verstehen uns sehr gut, und es war unglaublich angenehm, im Freiham jemanden an meiner Seite zu haben, der für Technik genauso brennt wie ich.

Ein kleiner Nachteil ist vielleicht, dass wir beide ständig vor Ideen sprudeln – und statt darauf zu achten, es nicht zu übertreiben, passiert meist genau das Gegenteil. So war es auch bei diesem Kurs. Wir hatten die Idee, mit 10- bis 14-jährigen Kindern Line-Follower-Roboter zu bauen. Zum Glück hatten wir viele interessierte Mädchen dabei, die richtig Lust aufs Löten hatten, was mich besonders gefreut hat. Leider zeigte sich – wie so oft – die Realität: zwölf Kinder, ein relativ günstiger Roboter-Bausatz und ein begrenztes Budget. Am Ende des Kurses waren von zehn Robotern nur zwei wirklich funktionsfähig, so wir mussten mit Flo einiges nacharbeiten. Ein Hauptgrund war, dass einige Kinder nicht immer auf uns gehört und teilweise schon vorgelötet hatten. Da der Bausatz viele analoge Bauteile wie Dioden und Transistoren enthielt, gab es unzählige Möglichkeiten, diese falsch herum oder an der falschen Stelle einzulöten.

Danach war die Fehlersuche und das Nachlöten ein absoluter Albtraum. Oft haben sich Leiterbahnen von der Platine gelöst, sodass wir mit Drähten improvisieren mussten. Flo und ich haben schließlich zwei ganze Wochenenden damit verbracht, die Roboter zu reparieren. Ganz alle konnten wir nicht retten. Doch dann kam mir eine Idee: Warum nicht aus den defekten Line-Followern eine Art „Sumo-Roboter“ bauen? So hatten wir am Ende zwei Robotertypen – solche, die einer Linie folgen, und andere, die versuchen, sich gegenseitig aus einem Ring zu schieben.

Den Bausatz werde ich hier bewusst nicht verlinken – die Qualität war einfach nicht gut genug. Aber ich glaube trotzdem, dass wir sehr viel daraus gelernt haben. Für die Zukunft nehmen wir uns vor, das Löten gemeinsam Schritt für Schritt zu machen. Kein Kind darf weitermachen, bevor wir alle Bauteile gemeinsam kontrolliert haben. Auf der anderen Seite haben zwölf Kinder wirklich gelernt zu löten. Sie haben verstanden, was eine Diode ist und wie ein Transistor funktioniert. Ich wünschte, ich hätte dieses Wissen in ihrem Alter schon gehabt.

Übrigens für mich als Raketenmann habe ich einen hervorragend transportfähigen Lötkolben gefunden, den ich problemlos zu meinen Kursen mitnehmen kann. Er heißt Pinecil – hier der Link für euch: https://eleshop.de/pinecil-smart-mini-tragbarer-lotkolben.html.

Ich habe mir sofort sechs Stück besorgt. Ich habe diese Lötkolben sofort in meinem Kurs „Elektro AG – der kleine Tesla  eingesetzt. Dort haben zwölf Kinder als Abschlussprojekt Bürstenroboter gelötet. Es war ehrlich gesagt ziemlich anstrengend. Obwohl auch viele Eltern mitgeholfen haben, waren die Bürstenroboter von meiner Seite aus einfach zu kompliziert designt, und es gab immer wieder Probleme.

Die ersten Fehler bei den Bürstenrobotern lagen eigentlich schon beim Preis. Ich habe zwei Bürsten verwendet, dazu einen Schalter, ein Kapla-Teil zum Verbinden sowie 9-V-Batterien. Rechnet man alles zusammen, kam ein einzelner Bürstenroboter bereits auf fast 10 Euro. Über die Jahre habe ich vieles ausprobiert, nachgedacht und auch intensiv im Internet recherchiert, bis ich zu der Erkenntnis gekommen bin, dass es eine deutlich einfachere Form von Bürstenrobotern gibt.

Ein großer Fehler bei vielen Bürstenroboter-Anleitungen ist die Empfehlung, eine 9-V-Batterie zu verwenden. Zwar liefert sie eine hohe Spannung, aber nur einen sehr niedrigen Strom. Dadurch sind die Batterien extrem schnell leer, und außerdem ist der Batteriewechsel oft umständlich. Nach einigen Versuchen bin ich deshalb bei 1,5-V-Batterien geblieben. Wichtig ist dabei auch, den richtigen Motor zu verwenden.

Ein weiterer häufiger Fehler war das Festkleben der Motoren mit der Heißklebepistole. Das ist eine sehr knifflige Aufgabe. Auf der einen Seite haben die Motoren kleine Öffnungen zur Belüftung. Wenn Kinder nicht aufgepasst haben, ist Heißkleber in den Motor gelaufen und hat ihn blockiert. Wenn der Motor zudem zu nah am Rand des Kapla-Teils befestigt wurde, hat er sich oft aufgehängt.

Die Lösung war schließlich, eine Motorhalterung zu verwenden – idealerweise per 3D-Druck. Damit lässt sich der Motor sauber und flexibel positionieren, ohne die genannten Probleme.

Statt separater Schalter verwende ich inzwischen Batteriehalterungen mit integriertem Schalter. Dadurch reduziert sich die Lötarbeit deutlich. Letztendlich müssen die Kinder nur noch die beiden Batteriekabel an den Motor löten, die Halterung auf die Bürste kleben, den Motor befestigen, das Lüsterkleme aufschrauben – und schon kann der Spaß losgehen. Das Ganze schafft man in etwa fünf Minuten. Für Kinder, die ohnehin wenig Geduld haben, oder auch für Situationen, in denen ich alleine mit zwölf Kindern arbeite, ist das richtig gut machbar. Um sicherzustellen, dass sich die Roboter nicht nur im Kreis drehen, verwende ich zusätzlich einen kleinen Neodym-Magneten, mit dem sich die Position fein justieren lässt.Anbei die Einkaufsliste von Amazon. Es sind keine Affiliate-Links, ich bekomme also kein Geld dafür –Ihr könnt die Teile selbstverständlich auch gerne woanders bestellen; es sind keine Affiliate-Links: https://amzn.eu/azbn0tI

März

Wenn ich mir heute anschaue, was im März alles passiert ist, staune ich selbst und verstehe, wie sehr dieser Weg bereits in Richtung dessen geführt hat, wo ich derzeit stehe.

Ich dürfte in dieser Zeit mehrere neue Kurse gestalten. Einer davon war der Welt von Morgen“-Filmkurs in Freiham. Dieser lag zwar weit weg von meinen klassischen technischen Kursen, aber neben Technik ist auch Videoschnitt eine große Leidenschaft von mir. Schon lange war es ein Traum, diese Fähigkeit an Kinder weiterzugeben. Und gemeinsam mit Flo, der Film studiert hat, dachte ich: Das wird super einfach – ein echter Traumkurs.

Parallel dazu kamen weitere Kurse hinzu: ein Raketen-Kurs an einer Grundschule in Taufkirchen sowie ein weiterer Raketen-Kurs im Rahmen des Programms Stark und Gemeinsam. Gleichzeitig habe ich zugesagt, das Thema Platinenfertigung für Code Your Way zu übernehmen. Für diese Platine habe ich zusätzlich versprochen bis Mai Kursmaterialien für die Schulen zu entwickeln.

All diese Themen habe ich an zwei Tagen pro Woche umgesetzt. Die Vorbereitungen dafür fanden meist nachts oder am Wochenende statt, da ich an drei Tagen pro Woche bei OroraTech in meiner regulären Arbeit tätig war. Das war ebenfalls keine leichte Aufgabe. Ich war Quereinsteiger im Raumfahrtsektor. Zwar brachte ich viel Vorerfahrung aus dem Embedded-Bereich und aus Kerbal Space Program mit, doch ich bin als Backend-Softwareentwickler im Ground Segment gestartet – und musste mir dort sehr viel neues Wissen aneignen.

Und auch wenn Familie keine „Arbeit“ im klassischen Sinne ist: Eine Familie mit drei Kindern braucht Zeit. Ich habe bewusst versucht, sie zur höchsten Priorität zu machen und niemanden zu vernachlässigen. Als zusätzliche große Sorge kam die Brustkrebserkrankung meiner Mama hinzu. Um vieles hat sich mein Bruder gekümmert, wofür ich ihm enorm dankbar bin. Trotzdem wollte ich im März mindestens drei Tage nach der Operation bei meiner Mama sein. Zum Glück ist die OP gut verlaufen, und sie ist heute wieder gesund.

Zeit für mich selbst? Ja dafür musste ich auch irgendwie Zeit finden… Eine fortgeschrittene Neuropathie, die halbjährlichen Check-ups wegen meiner Krebsgeschichte sowie Termine für Krankengymnastik und Ergotherapie erfordern ebenfalls Zeit und Aufmerksamkeit. Es war also sehr viel los. Rückblickend war all das einfach zu viel – viel zu viel. Aber wie so oft merkt man das erst im Nachhinein.

Während ich gerade durch meine Fotos gehe, fällt mir auf, dass ich fast vergessen hätte, über den besten Workshop zu berichten, den Flo und ich bisher gemeinsam gemacht haben: Making Artist. Ursprünglich war in den Winterferien „nur“ ein dreitägiger 3D-Druck-Kurs für Kinder geplant. Doch wie so oft ist es dabei nicht geblieben – wir haben das Konzept (natürlich) deutlich weitergedacht. Die Kinder haben zunächst eigene Figuren aus Knete modelliert.

Diese Kunstwerke wurden anschließend per 3D-Scan digitalisiert, in Tinkercad weiterbearbeitet und mit dem 3D-Drucker ausgedruckt. Aus den gedruckten Objekten entstanden Silikonformen, die wir wiederum zum Kerzengießen genutzt haben. Als krönenden Abschluss haben wir aus allen entstandenen 3D-Modellen ein virtuelles Museum gebaut, das die Kinder mit VR-Brillen besuchen konnten. Der Aufwand im Vorfeld war enorm, und wir haben unglaublich viel daraus gelernt. Aber der Workshop war ein voller Erfolg – für die Kinder genauso wie für uns. Wer ganz detailliert nachlesen möchte, wie dieser Kurs ablief und welche Erkenntnisse wir daraus mitgenommen haben, findet hier den ausführlichen Bericht: https://raketenmann.de/blog-entries/makingartist/

War das schon alles im März? Eigentlich nicht. Es kam im März noch ein entscheidender Moment hinzu, der das Jahr 2025 für mich ganz besonders gemacht hat. Bei OroraTech stand fest, dass wir unsere nächsten Satelliten nicht wie ursprünglich geplant mit einer Falcon-Rakete starten würden. Stattdessen entschieden wir uns, einen Start bei Rocket Lab** in Neuseeland** mit einem Electron zu buchen – für insgesamt acht Satelliten. Einigen Mitarbeitenden wurde die Möglichkeit gegeben, nach Neuseeland zu reisen und beim Start dabei zu sein. Und das traf mich mitten ins Herz. Denn mein Traum war es schon immer, einmal einen echten Raketenstart live zu erleben. Ganz ehrlich: Zu diesem Zeitpunkt wusste ich nicht einmal genau, wo Neuseeland liegt. Aber ich wusste sofort, dass ich diese Chance nicht verpassen wollte, und habe mich gemeldet – auch wenn ich selbst Zweifel hatte, ob das überhaupt realistisch wäre.

Es hieß, man müsste mindestens drei Wochen unterwegs sein. Ich konnte mir kaum vorstellen, dass meine Familie drei Wochen auf mich verzichten kann. Auch die Kurse, die Verantwortung, all das sprach eigentlich dagegen. Doch Maria – die beste Frau der Welt – sagte nur: _„Es war schon immer dein Traum, einen Raketenstart zu sehen. Wenn nicht jetzt, wann dann?“ _Und so habe ich Ende März plötzlich alles angehalten, mir eine Pause von Kursen und anderen Tätigkeiten genommen, bin in einen Airbus A380 gestiegen – und habe mich nach rund 24 Stunden Flug in Neuseeland wiedergefunden. Dieses Erlebnis war überwältigend.

Da ich meine Raketen-Kurse dafür unterbrechen musste, hatte ich den Kindern versprochen, ihre Zeichnungen und Arbeiten mitzunehmen. Und genau das habe ich getan: Ihre Bilder waren beim Raketenstart mit dabei, direkt vor Ort. Leider bin ich bis heute noch nicht dazu gekommen, all dieses Videomaterial zu schneiden und aufzubereiten. Aber ich hoffe sehr, dass ich es bald schaffe, diese Erinnerungen sowohl auf meinem Blog als auch auf YouTube zu veröffentlichen.

April

Einen großen Teil des Aprils war ich in Neuseeland unterwegs. Als ich zurückkam, war die Freude groß, meine Familie endlich wiederzusehen. Ich hatte das starke Bedürfnis, die gemeinsame Zeit nachzuholen, und habe deshalb für die restlichen Wochen rund um Ostern Urlaub genommen. Wir waren viel unterwegs: ein paar Tage in der Slowakei, danach in Ungarn und schließlich in Budapest. Ich wollte die Zeit, in der ich nicht bei meiner Familie war, bewusst nachholen. Es war eine sehr intensive Phase, ständig unterwegs, viele Eindrücke, wenig Ruhe. In Budapest, kurz vor unserer letzten Abreise, habe ich zum ersten Mal deutlich gespürt, dass es mir körperlich nicht besonders gut ging. Wir haben zwar noch viele Dinge angeschaut, aber ich war bereits erschöpft.

May

Im Mai ging es dann wieder mit voller Geschwindigkeit weiter. Kurse, Arbeit – und zusätzlich habe ich bei OroraTech an einem Hackathon teilgenommen eine Woche lang, was wirklich großartig war. In diesem Rahmen konnte ich mir endlich einen lang gehegten Wunsch erfüllen: meine Controller für Kerbal Space Program komplett kabellos zu gestalten. Damit kann ich in Schulen noch mehr Kinder einfacher und besser in die Kurse einbinden, weil die Controller nicht mehr mit Kabeln verbunden sein müssen. Mein Kollege Michel hat mich dabei unterstützt, und so ist das Projekt KSPico entstanden, das ich unter einer Open-Source-Lizenz auf GitLab zur Verfügung gestellt habe.

https://gitlab.com/attila.strba/kspico

Was mir dazu noch fehlt, sind Videos und Blogbeiträge – das habe ich mir fest vorgenommen und werde es nachholen. Nach dem Hackathon habe ich jedoch erneut gemerkt, wie erschöpft ich eigentlich war. Das gesamte Code Your Way-Projekt hing mir noch im Nacken, vieles war noch nicht abgeschlossen, und gleichzeitig klopften bereits die nächsten Kurse an die Tür. In paar Tage bevor der Mai zu Ende ging, kamen die Ergebnisse meiner Krebsnachsorge sowie weiterer Blutuntersuchungen zurück. Es gab dabei ein paar Unstimmigkeiten – nichts akut Besorgniserregendes, aber ausreichend, um zusätzliche Untersuchungen notwendig zu machen. Gleichzeitig habe ich versucht, eine erkrankte Freundin zu unterstützen, die gegen Krebs kämpft. Rückblickend war das vermutlich der letzte Tropfen in einem ohnehin schon fast überfüllten Glas. Kurz darauf habe ich plötzlich starkes Herzstolpern gespürt. Solche Extrasystolen kannte ich bereits – ein- oder zweimal am Tag. Doch diesmal kamen sie im Minutentakt, sehr heftig und begleitet von starker Angst. Natürlich habe ich alles medizinisch abklären lassen. Die Diagnose war klar: Ich stand am Rand eines Burnouts. Also habe ich versucht, die Handbremse zu ziehen. Mehr dazu habe ich ausführlich in mein Blog berichtet https://raketenmann.de/blog-entries/raketenmann_hat_einen_meco/

Was mir bis heute sehr leid tut, ist, dass ich den Raketenkurs bei Stark und Gemeinsam so abrupt abbrechen musste und ihn nicht zu Ende bringen konnte. Ähnlich war es auch an der Grundschule Taufkirchen, wo ich den Kurs ebenfalls plötzlich beenden musste. Ich hatte den Kindern versprochen, noch ein letztes Mal vorbeizukommen und den Abschluss gemeinsam zu machen. Wie schon zuvor bei der Förderschule hat das am Ende leider nicht mehr geklappt. Das fällt mir schwer. Diese Versprechen nicht einlösen zu können, beschäftigt mich bis heute, und ja – es beschämt mich. Gleichzeitig weiß ich, dass es keine böse Absicht war, sondern eine Grenze, die ich damals gesundheitlich einfach nicht mehr überschreiten konnte. Trotzdem bleibt das Gefühl, etwas offen gelassen zu haben. Ich hoffe sehr, dass ich das eines Tages korrigieren kann – vielleicht nicht exakt so, wie es geplant war, aber auf eine Weise, die den Kindern und mir selbst gerecht wird.

Juni

Ich war zwei Wochen lang krankgeschrieben. Die Ärztin wollte mich eigentlich noch länger krankschreiben, aber ich habe mich bereits etwas besser gefühlt. Das Herzstolpern war zwar noch da, aber nicht mehr so heftig. Jetzt, da ich nur noch ein paar Kurse pro Woche hatte, fühlte sich vieles leichter an. Während der Krankschreibung habe ich es außerdem geschafft, die Unterlagen für Code Your Way fertigzustellen. Das war eine große Erleichterung und hat spürbar Druck von meinen Schultern genommen. Gleichzeitig wollte ich auch in der Arbeit niemanden im Stich lassen.

Ich hatte guten Freunden versprochen, ihre Kindergeburtstagsparty zu unterstützen. Es war, glaube ich, das erste Mal, dass ich als Raketenmann ein Geburtstagsparty nicht für meine eigene Kinder gemacht habe. Die Veranstaltung kam sehr gut an, und ich konnte dabei erstmals meine kabellosen Controller einsetzen. Da ich noch nicht wieder zu 100 % fit war, habe ich meine drei Söhne gebeten, mich während der Veranstaltung zu unterstützen. Dadurch war die Durchführung überraschend entspannt – und ich war unglaublich stolz auf meine Jungs.

Ein paar Tage später fand der Termin im Kindergarten meines Sohnes statt: ein Roboterkurs, den ich bereits Anfang des Jahres versprochen hatte. Im Kindergarten habe ich dabei zum ersten Mal die Thymio-Roboter eingesetzt. Es war auch überhaupt das erste Mal, dass ich mit Kindergartenkindern mit Robotern gearbeitet habe. Die Thymio-Roboter eignen sich dafür hervorragend. Sie funktionieren komplett ohne Tablets und sind zudem mit LEGO kompatibel – genau das, was ich mir für den Einsatz im Kindergarten wünsche.

July

Im Juli war ich – abgesehen vom Kurs in Freiham – als Raketenmann bewusst weniger aktiv. In diesem Monat gab es viele andere wichtige Termine: ein Väterwochenende, Zelten mit der Familie und den Jungs meines Sohnes sowie die Hochzeit von Freunden.

August

Im Sommer habe ich gemeinsam mit Flo zwei Workshops im Freiham organisiert. Einer davon hieß „Green Games“. Die Idee war, Kindern mithilfe von Actionbound zu zeigen, wie sie selbst eine Schatzsuche gestalten können. Eine Schatzsuche draußen, fast wie ein Escape Room im Freien – mit Rätseln, versteckten Hinweisen, QR-Codes, GPS und Kamera. Die Grundidee kam von Flo. Für Freiham Kreativlabor hat er als „Captain Flo“ bereits einen wirklich tollen Actionbound gebaut, mit Videos, Aufgaben und viel Liebe zum Detail. Wenn du in München lebst und einmal in Freiham vorbeikommst, kann ich dir sehr empfehlen, diesen Bound mit Kindern auszuprobieren.

Ich möchte in mein Blog auch über Misserfolge schrieben, und leider muss ich sagen diese Workshop war ein absolutes Desaster. Rückblickend wahrscheinlich der schwierigste Workshop, den Flo und ich je gemeinsam durchgeführt haben. Der offensichtlichste Grund war das Wetter und nicht genügend Vorbereitung. Der Workshop war komplett für draußen konzipiert, wir wollten viel Zeit im Freien verbringen. Doch an fast allen drei Tagen hat es nahezu ununterbrochen geregnet. Das allein wäre schon schwierig gewesen – aber leider war es nicht der einzige Grund.

Ein weiterer Punkt war die Vorbereitung. Wir sind mit der Annahme in den Workshop gegangen, dass wir zunächst gemeinsam das Actionbound von Flo spielen, anschließend Tipps geben, wie man eine Schatzsuche gestaltet, und die Kinder dann in Gruppen ihre eigenen Bounds erstellen. Zum Schluss sollten diese gegenseitig gespielt werden. In der Theorie klang das einfach und logisch. In der Praxis sah es ganz anders aus. Als die Kinder ihre eigenen Bounds bauen sollten, waren manche Gruppen nach wenigen Minuten „fertig“. Ohne sich Gedanken über Struktur zu machen, ohne Geschichte, ohne Zeichnungen, ohne Text. Gerade bei einem Thema, das eigentlich sehr viel Kreativität verlangt und fast ohne klassische Computerarbeit auskommt, waren die Unterschiede zwischen den Kindern enorm.

Es hat uns viel Energie gekostet, die Kinder dazu zu motivieren, mehr Zeit, Fantasie und Mühe in ihre Ideen zu stecken. Ein ähnliches Phänomen haben wir später auch in unseren Videokursen beobachtet: Manche Kinder gehen komplett im Drehbuchschreiben auf, andere sind nach zwei Minuten überzeugt, dass alles erledigt ist. Zusätzlich kam erschwerend hinzu, dass Actionbound selbst kein besonders kinderfreundliches oder modernes Tool ist. Richtig problematisch wurde es, als mehrere Kinder gleichzeitig an einem Bound gearbeitet haben. Sie haben sich gegenseitig Inhalte überschrieben, was zu großem Frust geführt hat – bei den Kindern genauso wie bei uns.

Auch die Gruppe an sich war herausfordernd. Es gab sehr sensible Kinder und sehr hyperaktive Kinder, und sobald sich jemand gelangweilt hat, wurde das Handy aus der Tasche geholt. Das hat die Gruppendynamik stark gestört. Am dritten Tag habe ich schließlich eine Entscheidung getroffen, die ich eigentlich vermeiden wollte: Ich habe die Handys eingesammelt. Rückblickend war das die richtige Entscheidung, denn der dritte Tag war deutlich entspannter. Am letzten Tag hat es immer noch stark geregnet, und wir hatten langsam keine Ideen wie wir die Kids beschäftigen können. In diesem Moment habe ich aus meiner Tasche Empty Epsilon „gezaubert“, einen kooperativen Bridge-Simulator, den ich sonst in ganz anderen Kontexten einsetze. Dieses Spiel hat den Tag gerettet. Plötzlich war die Gruppe wieder gemeinsam bei einer Sache, die Kinder mussten zusammenarbeiten, Rollen übernehmen und miteinander kommunizieren. Die Stimmung kippte spürbar ins Positive.

September

Im September hatten wir einen Workshop mit Flo , in dem wir den Kindern beibringen sollten, wie man Webseiten gestaltet. Aus den Erfahrungen der vorherigen Workshops hatte ich viel gelernt, und deshalb habe ich diesmal mindestens fünf Tage in die Vorbereitung investiert. Die zentrale Frage war für mich: Wie bringt man Kindern im Jahr 2025 Webdesign bei? Die klassische Antwort wäre natürlich: mit HTML und CSS anfangen. Aber ist das wirklich noch zeitgemäß? Programmieren wir heute Webseiten tatsächlich noch so? Die Realität ist, dass viele Menschen inzwischen mit Low-Code- oder No-Code-Lösungen arbeiten. Sie nutzen Plattformen wie Wix oder ähnliche Baukastensysteme und gestalten Webseiten per Drag-and-drop. Das fühlte sich für mich jedoch nicht richtig an. Ich wollte nicht, dass die Kinder einfach nur Elemente hin- und herschieben, sondern dass sie auch etwas Grundlegendes lernen, das ihnen langfristig etwas bringt. Also habe ich versucht, einen Mittelweg zu finden.

Meine Idee war, mit statischen Webseiten-Generatoren zu arbeiten wie Hugo, zum Beispiel mit Hugo. Ich habe tagelang versucht, den gesamten Prozess so weit zu vereinfachen, dass er für Kinder verständlich und machbar ist. Ein wichtiger Bestandteil der Idee war die Nutzung von Markdown. Die Kinder sollten nicht direkt mit HTML arbeiten müssen, sondern Inhalte in Markdown schreiben. Mit dieser einfachen Syntax können sie sich auf den Inhalt konzentrieren, und gleichzeitig lernen sie etwas, das ihnen später an vielen Stellen wieder begegnen wird – sei es in Dokumentationen, auf GitHub oder in anderen technischen Kontexten. Das Ziel war, am Ende eine eigene Webseite zu bauen und sie auf Netlify zu veröffentlichen.

Wie auch immer, ich habe zunächst versucht, den Einstieg mit Markdown und der Webseiten-Generierung über Hugo so einfach wie möglich zu machen. Relativ schnell wurde mir jedoch klar, dass das in der Praxis deutlich komplizierter sein würde, als ich gehofft hatte. Ich weiß, wie wenig Geduld viele Kinder heutzutage haben, und selbst wenn Markdown an sich recht einfach ist, reichen schon kleine Schreibfehler aus, damit das Ergebnis bei der Generierung völlig anders aussieht als erwartet. Das führt schnell zu Frust.

Der größte Nachteil war jedoch ein anderer: Bei statischen Webseiten ist das Design stark durch das Template vorgegeben. Farben, Layouts und Grafiken lassen sich nur eingeschränkt anpassen – und sobald man darüber hinausgehen möchte, landet man doch wieder bei HTML und CSS. Genau das wollte ich eigentlich vermeiden.

Mit schwerem Herzen habe ich diese Versuche schließlich verworfen und mich noch einmal im Low-Code-Bereich umgesehen. Nach sehr vielen Tests – ich habe wirklich mindestens fünf verschiedene Plattformen ausprobiert – bin ich am Ende bei Google Sites gelandet. Nicht, weil es technisch besonders spannend ist, sondern weil es ein entscheidendes Ziel erfüllt hat: Mehrere Kinder können gleichzeitig und kooperativ an derselben Webseite arbeiten, und das völlig unkompliziert. Außerdem konnte ich die Webseiten sehr einfach freigeben und Backups erstellen. Ein weiterer wichtiger Punkt war die Möglichkeit, iFrames oder JavaScript-Code einzubinden. Das war für uns entscheidend, denn die Points of Interest haben wir zunächst in OpenStreetMap bearbeitet und anschließend per iFrame in die Webseite integriert. Genau diese Kombination aus einfacher Zusammenarbeit und technischer Offenheit hat für uns den Unterschied gemacht – und war der Grund, warum sich Google Sites am Ende gegen alle anderen Tools durchgesetzt hat.

Zusätzlich war der Workshop so vorgegeben, dass er an drei Tagen stattfand und täglich mindestens sieben Stunden dauerte. Mit den Erfahrungen aus dem vorherigen Workshop im Hinterkopf habe ich mich gefragt, wie man es schaffen kann, zwölf Kinder über drei Tage hinweg jeweils sieben Stunden lang sinnvoll bei der Sache zu halten – und das bei einem Thema wie Webdesign. Gemeinsam mit Flo haben wir viel darüber nachgedacht und schnell gemerkt: Mehr als drei bis vier Stunden konzentriert vor dem Rechner zu sitzen, schaffen die meisten Kinder einfach nicht. Danach kommt Langeweile auf, die Aufmerksamkeit sinkt, und irgendwann werden die Handys herausgeholt. Uns war klar: Wir müssen die Kinder zwischendurch rausbringen.

Und genau da entstand die große Idee. Warum das Webprojekt nicht mit einer Fahrradtour verbinden? Die Kinder sollten lernen, wie man mit Tools wie Komoot oder ähnlichen Plattformen eine Fahrradtour plant. Diese Tour wollten wir dann gemeinsam abfahren, unterwegs Points of Interest sammeln, besondere Orte entdecken und diese Inhalte später auf einer Webseite aufbereiten. Zusätzlich sollten die Kinder selbst Schilder gestalten und basteln. Anschließend wollten wir die Route ein zweites Mal abfahren und die selbst gestalteten Schilder mithilfe eines Lasercutters umsetzen und entlang der Strecke platzieren. Am Ende sollte daraus eine eigene Webseite entstehen, die genau diese Fahrradtour dokumentiert.

Natürlich war uns bewusst, dass das Wetter wieder ein großes Risiko darstellte. Aber eine bessere Idee ist uns in diesem Moment nicht eingefallen. Also haben wir es riskiert. Das Wetter hat gepasst und das Workshop war ein voller Erfolg, obwohl alles nicht immer glatt gelaufen ist. Zum Beispiel ein Kind ist mit einem anderen Rad reingefahren und das Rad war so kaputt, dass man nicht weiterfahren konnte. Es ist gut, dass ich damit ein bisschen gerechnet habe und mit meinem Auto und Fahrradanhänger in der Nähe war und konnte dann das Rad bergen und den nächsten Tag ein Rad von meinem Sohn ausleihen und so konnte das Kind dann den zweiten Tag wieder weiterfahren. Ähnlich hatten wir ein paar Probleme mit der Lasercutter und in Kooperation mit Google Sites gab es auch Schwierigkeiten, aber wir haben es alles gemeistert. Eigentlich sollte ich vielleicht über diesen ganzen Kurs noch einen extra Blog schreiben, weil da waren auch sehr viele Lessons learnt, aber das Ergebnis war super und es hat so gut geklappt. Die Kinder hatten Spaß und ich kann mit Stolz die Ergebnisse präsentieren hier, wie die Webseite, so auch die Komoot Fahrrad Tour.

https://www.freihamradltour.raketenmann.de/

https://www.komoot.com/de-de/tour/2552955273?share_token=aQCNs6zDwM89qXZPfTSsA6mNTkZkd2nz9nY9ApYmpnzHcCbXEX

Aber damit war der September noch nicht zu Ende. Ich durfte für die Münchner Volkshochschule einen KI- und Robotik-Workshop gestalten – im Grunde derselbe Kurs, den ich bereits ein Jahr zuvor gehalten hatte. Als ich jedoch die Unterlagen aus 2024 aus der Schublade geholt habe, ist mir erst richtig bewusst geworden, wie schnell sich alles verändert hat. Mein damaliges Konzept war bereits völlig veraltet.

Vor einem Jahr habe ich noch mit einem „Real vs. KI“-Quiz gearbeitet, basierend auf Bildern. Damals steckte Sora noch in den Kinderschuhen. Heute, mit Sora 2, kann man problemlos mit Videos arbeiten. Auch im Bereich der LLMs hat sich unglaublich viel getan. KI-Tools schießen wie Pilze aus dem Boden, Begriffe wie „Vibe Coding“ sind plötzlich Alltag geworden, und auch „AI Slop“ gehört inzwischen fest zum Vokabular. Also habe ich noch einmal mehrere Tage investiert, um den gesamten Kurs zu überarbeiten und auf den aktuellen Stand zu bringen.

Eine Frage ließ mich dabei nicht los: Wie kann ich den Kindern wirklich zeigen, wie weit Large Language Models inzwischen gekommen sind? Heute ist es oft kaum noch möglich zu unterscheiden, ob man mit einem echten Menschen oder mit einem LLM spricht. Genau daraus entstand eine Idee. Könnte man mit Kindern einen echten Turing-Test durchführen?

Dafür brauchte ich allerdings ein eigenes, speziell zugeschnittenes Chatprogramm. Und genau hier kam meine erste praktische Erfahrung mit Vibe Coding ins Spiel. Innerhalb von drei Tagen habe ich ein Chatsystem gebaut, bei dem die Kinder glaubten, sie würden miteinander chatten – tatsächlich haben sie jedoch mit ChatGPT gesprochen. Das Experiment hat erstaunlich gut funktioniert und für viele echte Aha-Momente gesorgt. Wenn ihr diesen Turing-Test selbst einmal im Klassenzimmer ausprobieren möchtet, habe ich das Projekt auf GitLab veröffentlicht:

https://gitlab.com/attila.strba/kidsturingchat

Natürlich durften die Kinder auch ihre eigenen KI-Modelle für den mBot2 trainieren – mithilfe der Google Teachable Machine. Und ganz im Raketenmann-Stil blieb es nicht bei zwei Tagen reines „Auf-den-Bildschirm-Schauen“. Die Kinder haben ihre eigenen Roboter zusammengebaut, geschraubt, Kabel verbunden und die Roboter anschließend selbst programmiert.

So wurde der Kurs bewusst eine Mischung aus digitaler KI-Arbeit und echter, greifbarer Technik. Nicht nur klicken und tippen, sondern auch Schraubenzieher in die Hand nehmen, Fehler machen, nachjustieren und am Ende sehen, wie sich der eigene Roboter tatsächlich bewegt. Genau diese Kombination hat den Workshop für die Kinder – und ehrlich gesagt auch für mich – besonders wertvoll gemacht.

Und auch damit war der September noch nicht vorbei, denn es gab weitere Veränderungen. Bei OroraTech bin ich in die Rolle des People Leads für das Ground Segment hineingewachsen. Für diese Veränderung war ich meinem Chef Vali sehr dankbar, denn ich hatte das Gefühl, meine Erfahrungen aus anderen Firmen und meine Fähigkeiten als Teamleiter nun deutlich besser einbringen zu können. Ich arbeite gern mit Menschen. Gerade in Kombination mit meinen Kursen war das eine große Erleichterung. Ich hatte keine festen Deadlines mehr, die unbedingt bis Mittwochabend erfüllt sein mussten. An den Tagen, an denen ich unterrichtet habe, konnte ich parallel Aufgaben aus dem Unternehmenskontext erledigen, die keine klassische Programmierarbeit waren. Programmieren erfordert für mich immer eine gewisse focuszeit was mann nicht im 20 Minuten Zeitfenster zwischen 2 Kurse machen kann. Ich habe mir vorgenomenn noch mehr was in mein Kraft ist einzusetzen und versuchen als bestes diese Arbeit zu machen. Trotz all dieser Veränderungen und der Reduktion meiner Kurse war ich gesundheitlich noch immer nicht wieder bei hundert Prozent. Nach dem fast schon burn-outartigen Zustand der vergangenen Zeit habe ich deutlich gespürt, dass mein Körper weiterhin sehr sensibel reagiert. Nach fast jedem Kurs traten erneut Extrasystolen auf.

Oktober

Im Oktober wurde ich gefragt, ob ich im Kindergarten Elly & Stoffl einen Kurs für Erzieherinnen und Erzieher geben könnte – darüber, wie ich mit Robotern im Kindergarten arbeite. Das war für mich eine ganz neue Herausforderung. Für Kinder etwas vorzubereiten ist das eine, aber Erwachsene acht Stunden lang mitzunehmen und zu beschäftigen, ist etwas völlig anderes. Ich war entsprechend nervös und habe mich sehr intensiv vorbereitet. Die Gruppe war zum Glück extrem motiviert. Ich habe mich entschieden, den Erzieherinnen und Erziehern genau das beizubringen, was ich auch mit den Kindern mache – mit denselben Aufgaben und Methoden. So haben sie mit MakeyMakey gearbeitet, Thymio-Roboter mit Lego erweitert und sogar einen kleinen Einblick in meine Dungeon-&-Dragons-inspirierten Konzepte gegeben. Besonders dankbar war ich für das ausführliche Feedbackformular. Die vielen positiven Rückmeldungen zum Tag haben mich wirklich erleichtert und gefreut. Ganz ehrlich habe ich es nicht erwertet aus dem grund das zu Beginn des Workshops habe ich etwa eine halbe Stunde lang über meine Erkenntnisse gesprochen, warum Tablets im Kindergarten aus meiner Sicht kritisch sind, und dazu auch Studienergebnisse vorgestellt. Erst später stellte sich heraus, dass in der Einrichtung fast jedes Kind Zugang zu einem Tablet hat. In diesem Moment war ich unsicher, ob dieses Intro wirklich gut gewählt war. Zu diesem Thema habe ich übrigens bereits einen eigenen Blogbeitrag angefangen – fertig ist er allerdings noch nicht. Uff. Wieder ein Punkt mehr auf meiner To-do- und „Das-schreibe-ich-noch“-Liste.

Im Oktober konnte ich außerdem am privaten Gymnasium in Holzkirchen mit meinem Raketenkurs starten – und zwar nicht nur für zehn Wochen, sondern gleich für ein ganzes Schuljahr. Entstanden ist das Ganze durch ein Missverständnis: Die Schule hatte den Mittwoch für mein P-Seminar freigehalten, genau an dem Tag arbeite ich jedoch bei OroraTech. Das war zunächst ein großes Problem. Umso beeindruckender war die Flexibilität der Schulleitung. Gemeinsam haben wir eine Lösung gefunden: Die Mathestunde am Donnerstag wurde durch mein P-Seminar ersetzt. Im Gegenzug habe ich zugesagt, die Gruppe alle zwei Wochen persönlich und zusätzlich jede Woche remote zu unterstützen. Dadurch konnten wir das Seminar auf ein komplettes Schuljahr verlängern. Natürlich bedeutete das für mich auch viel zusätzliche Arbeit. Ich musste alle Materialien überarbeiten und den Kurs so vorbereiten, dass die Schülerinnen und Schüler mit Kerbal Space Program auch dann sinnvoll weiterarbeiten können, wenn ich nicht vor Ort bin. Es war anspruchsvoll, aber gleichzeitig auch eine schöne Bestätigung des gegenseitigen Vertrauens. Und ich bin sehr dankbar an die Informatik Lehrer Herr Wild. Er ist bei jeder Stunde dabei (was bei keine andere Schule der fall war auser iim Dante Gymnasium). Wenn ich remote arbeite Herr Wild betrezt die Kinder. Er macht alles nur das ich mein Kurs machen kann, hat mir Teams eingerichtet, seine Privat Nummer verfügung gestellt, einfach ein Lehrer die alles tut nur für die Schüler, Ich bin Ihm enorm dankbar

Leider brachte der Oktober auch einen unerwarteten Einschnitt im privaten Leben meiner Eltern mit sich. Mein 79-jähriger Vater hatte sich entschieden, Gardinen auf einem Bürostuhl stehend aufzuhängen. Er stürzte dabei und brach sich den Arm, sodass eine Operation notwendig wurde. Ich war für ein paar Tage in der Slowakei, um ihn zu unterstützen. Zum Glück ist die OP gut verlaufen, und inzwischen ist mein Vater wieder auf dem Weg der Besserung. Während dieses kurzen Aufenthalts in der Slowakei sind mir jedoch noch ganz andere Dinge sehr bewusst geworden. Ich musste meiner 85-jährigen Mutter dabei helfen, den Stromzählerstand online nachzureichen – etwas, das meine Eltern über 30 Jahre lang persönlich erledigt hatten. Inzwischen ist das leider nicht mehr möglich. Für meine Mutter war das eine echte Herausforderung. Aufgrund ihrer Neuropathie kann sie Touchscreens kaum bedienen. Was für viele selbstverständlich ist, wird in solchen Momenten zu einer echten Hürde. Zu diesem Thema habe ich auch einen LinkedIn-Post geschrieben, der überraschend viel Resonanz bekommen hat. Offenbar geht es sehr vielen Menschen ähnlich.

https://www.linkedin.com/posts/attila-strba-66446947_over-the-past-few-months-ive-experienced-activity-7403520843592568834-sBv3?utm_source=share&utm_medium=member_desktop&rcm=ACoAAAnbRmwBuuadfT86KBWa9rkYGII5dimM130

Wenn ich Zeit finde, möchte ich dazu noch eine Liste mit geeigneten Telefonen und konkreten Tipps zusammenstellen. Und ganz ehrlich: Wenn die Kinder irgendwann größer sind und ich etwas mehr Luft habe, fände ich einen Kurs für Seniorinnen und Senioren wunderschön – einen Kurs, in dem Technik wieder zugänglich wird, verständlich, langsam und ohne Druck. So, dass sie hilft, statt auszuschließen.

Übrigens haben Flo und ich im Oktober auch einen neuen Kurs im Freiham gestartet: Talking Plants. Meine ursprüngliche Idee war, die Ergebnisse und das Konzept aus Code Your Way zu übernehmen, das ich zuvor für BBW entwickelt hatte. Ich wollte bewusst Aufwand sparen. BBW war so nett gewesen, uns die Platinen zur Verfügung zu stellen, die ich für die Fertigung organisiert hatte. Also dachte ich: Wir nehmen das bestehende Konzept, passen es minimal an – fertig. Wenig Aufwand, bewährtes Material.

Die ursprüngliche Idee war, mit den Kindern ein Pflanzenbewässerungssystem zu bauen. Doch gleich zu Beginn des Kurses kam der erste Dämpfer: Als die Kinder erfuhren, dass sie das System nicht mit nach Hause nehmen können, war die Enttäuschung groß. Ich wollte darauf reagieren und habe angeboten, dass diejenigen, die ihr Projekt behalten möchten, die Bauteile einzeln kaufen können. Ein kleines Budget für Materialkosten hatten wir zwar, aber auch hier habe ich wieder viel gelernt.

Es lohnt sich einfach nicht, für ein begrenztes Budget wahllos Elektronik einzukaufen. Vor zwei Jahren habe ich zum Beispiel eine große Menge Arduinos gekauft, weil sie „state of the art“ waren, und habe versucht, Kindern C und C++ beizubringen. In nur zwei Jahren hat sich unglaublich viel verändert. Heute ist Python viel präsenter – nicht zuletzt durch den KI-Hype – und dafür sind Raspberry Pi Picos deutlich besser geeignet. Mit WLAN an Bord eröffnen sich zudem ganz neue Möglichkeiten. Für mich ist klar geworden: Elektronik kaufe ich nur noch dann, wenn ich sicher bin, dass sie auch langfristig zum Einsatz kommt.

Das alles bedeutete allerdings auch, dass ich stundenlang ein neues Evaluationsboard zusammenstellen musste – mit allen notwendigen Komponenten. Aber gut, dachte ich mir: Das Konzept steht jetzt. Präsentationen sind fertig, Anleitungen sind fertig, das Ganze wurde sogar schon an einer Mittelschule getestet, und ich hatte Feedback bekommen, dass alles funktioniert.

Oh Mann, lag ich falsch….. 🤦

Flo und ich sind in diesem Kurs auf so viele Probleme gestoßen, dass sie hier wirklich den Rahmen sprengen würden, das Blog ist schon jetzt viel zu lang. Die Herausforderungen waren komplex, technisch wie organisatorisch – und ehrlich gesagt verdient dieses Thema einen eigenen Blogbeitrag. Also ja: Schon wieder ein Punkt mehr auf meiner To-do-Liste.

Dezember

Und gegen Ende des Jahres gab es trotz allem noch weitere schöne Erfolge, von denen ich als Raketenmann berichten kann. Die BBW hat eine Förderung gewonnen, bei der ich beratend unterstützen durfte. Im Rahmen dieser Förderung darf ich nun einen Raketen-Kurs mit Kerbal Space Program sowie einen Cyber-Workshop für Schulen entwickeln und diese gemeinsam mit unterschiedlichen Partnern an Schulen durchführen. Ich war begeistert – und gleichzeitig auch unsicher. Ich war noch immer nicht zu 100 % fit. Heike von der BBW, die mich schon sehr lange unterstützt, hat sehr darauf geachtet, dass ich nicht wieder über meine Grenzen gehe. Deshalb haben wir bewusst nur zwei Raketen-Kurse für 2026 sowie zwei Cyber-Workshops für 2026 und 2027 geplant. Die Überraschung kam dann etwa drei Wochen vor Jahresende: Laut Förderrichtlinien mussten wir einen Raketen-Kurs bereits 2025 starten. Ich wollte dafür nicht mehr weit reisen – die Förderung gilt schließlich für ganz Bayern. Jelena von der BBW war hier unglaublich unterstützend und hat mir erlaubt, eine Schule in der Nähe von Taufkirchen zu suchen. Ich habe fünf Schulen angeschrieben. Von diesen fünf haben sich nur zwei überhaupt zurückgemeldet – eine davon war das Gymnasium Oberhaching. Ich wollte schon seit Jahren gerne etwas mit dieser Schule machen, nicht zuletzt, weil der Schulleiter, Dr. Andreas Lauren, selbst am Weltraumteleskop Sofia gearbeitet hat.

Das Gymnasium Oberhaching war beeindruckend flexibel. Innerhalb von nur drei Tagen haben sie zwölf Schülerinnen und Schüler organisiert und einen ganzen Donnerstag für einen Teil des Kurses freigemacht. Ein großes Lob geht hier an den Physiklehrer Herrn Stöber. Wir haben stundenlang telefoniert, um alles vorzubereiten. Er hat mir sogar seine private Handynummer gegeben, und es gab Momente, in denen er noch spät abends – gegen 22 Uhr – auf meine Fragen reagiert hat. Besonders schön war, dass ich diesen Kurs nicht alleine durchführen musste, sondern gemeinsam mit Franz. Ich hatte bereits im letzten Jahr kurz mit ihm bei Code Your Way zusammengearbeitet. Franz ist – ähnlich wie Flo – jemand, mit dem ich mich sofort gut verstehe. Er arbeitet als Lehrer an weiterbildenden Schulen und bringt unglaublich viel Unterrichtserfahrung mit. Von ihm konnte und kann ich sehr viel lernen.

Ich muss ehrlich sagen: Der erste Workshoptag war großartig. Vielleicht sogar eine der besten Unterrichtsstunden, die ich je erlebt habe. Ich hatte auch mit Flo viele tolle Unterrichtsmomente, aber im Kreativlabor sind die Gruppen oft sehr gemischt, und der Raum ist nicht ideal für DIY-Projekte. Wir müssen dort immer Verlängerungskabel, Lötkolben und Laptops organisieren und aufbauen. Das Gymnasium Oberhaching hingegen verfügt über einen dedizierten Rechnerraum. Jeder Tisch hatte eine eigene Steckdose, auf jedem Tisch lag bereits eine Maus. Alles, was wir tun mussten, war gemeinsam mit Franz die Laptops und Raspberry Pi Picos zu verteilen – und auch dabei hat uns Herr Stöber unterstützt.

Einer meiner größten Stressfaktoren bei neuen Schulen oder Organisationen ist immer dieselbe Frage:

Wo sind die Steckdosen? Habe ich genug Verlängerungskabel? Gibt es WLAN, das ich nutzen darf? Was ist wenn irgendwelche Laptop / Maus kaput geht?

Deshalb habe ich normalerweise immer Ersatznotebooks, Ersatzmäuse, Router und Netzteile dabei. Irgendetwas geht fast immer schief. In Oberhaching war das zum ersten Mal komplett unnötig. Innerhalb von fünf Minuten hatte Herr Stöber ein Gast-WLAN eingerichtet und half gemeinsam mit Franz, alle Notebooks startklar zu machen. Als bei einem Notebook plötzlich das Netzteil den Geist aufgab, lag wenige Sekunden später bereits ein Ersatz auf dem Tisch.

Aber nicht nur die Organisation war außergewöhnlich – auch die Kinder. Sie waren unglaublich fit. In unseren gemischten Gruppen im Kreativlabor gibt es meist Kinder mit sehr unterschiedlichem Vorwissen. Hier waren alle hoch motiviert und fachlich stark. Als ich fragte: „Was ist Gravitation?“, bekam ich sofort eine präzise Erklärung zurück. Darauf war ich ehrlich gesagt nicht vorbereitet 🙂. Viele der Kinder sind im MINT-Lab aktiv, das Herr Stöber organisiert. Sogar die Leiterin der BBW war an diesem Tag dabei und hat aktiv mitgearbeitet. Und Franz konnte als Lehrer die physikalischen Zusammenhänge noch einmal ganz anders und viel tiefer erklären, als ich es oft tue. Dabei ist mir auch bewusst geworden, wie viel pädagogische Erfahrung mir an manchen Stellen noch fehlt. Aber genau deshalb bin ich froh, dass wir noch weitere Kurse gemeinsam planen. Es gibt viele Gelegenheiten, von Franz zu lernen. Es war ein sehr angenehmer, ruhiger und motivierender Kurs – genau das, was ich zu diesem Zeitpunkt gebraucht habe.

Und als abschluss der Jahres dürfte ich noch von die Bibliotheken 2 KI RObotik Kurse machen wo ich wieder meine Söhne angiert habe. Eigentlich könnte ich viel mehr machen aber ich habe keine Energie mehr gehabt was ich bisschen schade finde.

Danke !!!

Wenn ich mir durchlese, was in diesem Jahr alles passiert ist, wird mir bewusst, wie viele schöne Momente ich erleben durfte und wie viele Kinder ich erreichen konnte. All das wäre nicht möglich gewesen ohne die vielen wunderbaren Menschen um mich herum, die mich unterstützt, begleitet und ermutigt haben.

Ich habe im Blog bereits einige Personen erwähnt, aber es fühlt sich richtig an, sie hier noch einmal bewusst und ohne besondere Reihenfolge aufzulisten. Ich hoffe sehr, dass ich dabei niemanden vergesse.

Danke, Florian Lohmann, für unsere Zusammenarbeit. Wir sind ein fantastisches Team: Gemeinsam haben wir so viele Herausforderungen gemeistert, Probleme gelöst und so viele Kinder begeistert. Du bist für mich nicht nur ein Kurspartner, sondern inzwischen auch ein guter Freund geworden – und dafür bin ich sehr dankbar.

Franz Seehuber, danke, dass wir die Stunden so gut abstimmen konnten und dass du so viel Pädagogisches von deiner Seite einbringst. Ich kann von dir noch sehr viel lernen und schätze die Zusammenarbeit sehr.

Ich bin dem SIN – Studio im Netz unglaublich dankbar, insbesondere Björn Friedrich, für seine kontinuierliche Unterstützung. Ohne ihn gäbe es keine Kurse im Freiham. Er kümmert sich um die Finanzierung, hat mich mit Flo zusammengebracht und tut alles dafür, dass wir uns dort wohlfühlen und gute Arbeit machen können. Ebenso dankbar bin ich Sophia Kiehlmann und Kathrin Walter, die mich bei den Kursen unterstützt und es mir ermöglicht haben, bei Ely und Stoffl einen Erziehungskurs zu machen.

Ein großes Dankeschön geht auch an die BBW, insbesondere an Heike Pfeffer, die mich über lange Zeit hinweg immer wieder unterstützt hat. Sie hat mir Franz vorgestellt, organisiert unglaublich viel im Hintergrund und hat dafür gesorgt, dass ich bei so vielen unterschiedlichen Themen mitwirken durfte. Ebenso danke ich **Jelena Khawari **sowie der Gesamtleitung „Technik – Zukunft in Bayern“, insbesondere Sandra Braun-Lazarus.

Sehr dankbar bin ich auch den engagierten Lehrern Peter Wild vom Gymnasium Holzkirchen und Niklas Stöber vom Gymnasium Oberhaching. Ohne ihre Offenheit, ihr Vertrauen und ihre Unterstützung wären viele Kurse nicht in dieser Qualität möglich gewesen.

Von den Münchner Stadtbibliotheken möchte ich mich besonders bei Verena Kratzer bedanken. Sie hat mir immer wieder neue Workshops zwischen den Bibliotheken ermöglicht, wunderbar vermittelt und alles getan, was ich für die Umsetzung gebraucht habe.

Von der Volkshochschule eine große Dankeschön gilt an** Raphael Wiegland**.

Ein herzliches Dankeschön geht außerdem an Špela Humljan Urh und Daniela Seitz, dass ich Teil von „Stark und Gemeinsam“ sein durfte.

Danke geht an Marie Kätzlmeier für die finanzielle Unterstützung der Freiham-Kurse über JFF.

Danke geht an Charlotte Beckmann, die mich während der Angebotsvorbereitung unterstützt hat.

Ich bin meinem Freund Fabio sehr dankbar, der mir immer sehr gute Tipps gegeben und stets Zeit für mich gehabt hat.

Ich bin sehr dankbar meinem Vater, der selbst Lehrer ist und mich immer mit wertvollen Tipps unterstützt hat.

Und nicht zuletzt danke ich Raluca Wendt, die mir ermöglicht hat, meine Kurse an der Grundschule am Wald durchzuführen.

Und natürlich bin ich meiner Frau Maria und unseren Kindern unendlich dankbar, dass sie all das mitgetragen, ausgehalten und mir so viel Rückhalt gegeben haben, dankbar Gott, dass er mir – trotz gesundheitlicher Herausforderungen – die Kraft geschenkt hat, all diese Erfahrungen machen zu dürfen.

2026

In den letzten Wochen habe ich viel darüber nachgedacht, wie ich gesundheitlich wieder zu mir finden kann – weg von den ständigen Unwohlgefühlen und Extrasystolen, hin zu mehr Stabilität und neuer Kraft. Ich spüre deutlich, dass meine Energie weniger geworden ist. Gerade in einer Phase, in der alle drei Kinder unterschiedliche Schulen besuchen, ich bei Ororatech Verantwortung für ein Team trage und viele Verpflichtungen gleichzeitig zusammenkommen, habe ich das Gefühl, mich in einem dauerhaften Stresskreislauf zu bewegen.

Dabei bin ich zu einer Erkenntnis gelangt, die mir nicht leichtgefallen ist, die aber notwendig war: Um diesen Kreislauf zu durchbrechen, gibt es für mich im Moment nur einen Weg. Mit schwerem Herzen habe ich entschieden, meine Tätigkeit als Raketenmann vorerst auf Eis zu legen. Wie lange genau, kann ich aktuell nicht sagen – vielleicht bis ich gesundheitlich wieder vollständig stabil bin, vielleicht bis sich unsere familiäre Situation etwas entspannt. Diese Entscheidung ist mir alles andere als leichtgefallen, und sie tut mir aufrichtig leid.

Auch wenn ich viele Unterstützer im Hintergrund habe und mir immer wieder Kurse angeboten werden, liegt der Großteil der Arbeit am Ende doch bei mir: Organisation, Abrechnungen, Kursplanung, Durchführung, Kommunikation, Fahrten, technische Ausstattung, Laptop-Vorbereitung, Reparaturen und vieles mehr. Mein Anspruch war und ist es, Kurse zu gestalten, die wirklich spannend sind, die Kinder abholen und ihnen etwas mitgeben, das bleibt. Genau dieser Anspruch kostet jedoch Kraft – mehr Kraft, als ich im Moment zur Verfügung habe.

Alle Kurse, die bereits gestartet sind, werde ich selbstverständlich auch 2026 noch zu Ende bringen. Neue Kurse werde ich vorerst jedoch nicht mehr annehmen. Gleichzeitig bin ich zuversichtlich, dass ich eines Tages zu dieser Tätigkeit zurückkehren kann – wenn es mir wieder gut geht, hoffentlich bewusster, gesünder und mit einer besseren Balance.

Statistiken

Noch ein paar Statistiken darüber, wie viele Kinder ich in diesem Jahr erreicht habe und in welchem Alter sie waren:

Kursname Alter
Making Artist Kreativlabor Freiham 10-14
Raketen-Kurs Grundschule am Wald, Taufkirchen 6-7
Robotik-Kurs Kreativlabor Freiham 10-14
Elektro AG – der kleine Tesla Stark und Gemeinsam, Taufkirchen 8-12
Welt von Morgen (Filmkurs) Kreativlabor Freiham 10-14
Junge Astronauten Stark und Gemeinsam, Taufkirchen 8-12
Green Games (Schatzsuche) Kreativlabor Freiham 10-14
Roboterkurs St Johannes Kindergarten, Taufkirchen 5-6
Geburtstagsparty mit Raketen Taufkirchen 3-6
KI Robotik Volkshochschule, München 12-16
Raketen-Kurs Privatgymnasium, Holzkirchen 16-18
Kita Workshop Elly und Stoffl Studio im Netz SIN 25-99
Raketen-Kurs Gymnasium Oberhaching 14-16
Verkehr des Zukunft (Webseiten Design) Kreativlabor Freiham 10-14
Freiham Talking Plants (Pflanzenbewässerung) Kreativlabor Freiham 10-14
KI Robotik Bibliothek Isarvorstad 8-12
KI Robotik Bibliothek Moosach 8-12
Geburtstagsparty mit Raketen München 4-5
Anzahl der Kinder in den Kursen erreicht ca. 160
Anzahl der Stunden im Kursunterricht ca. 550